Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, sperrt dich aus, grenzt dich aus.
Einer, für den du nur eine Nummer bist, drückt dir den Stempel des Verlierers auf, dabei weißt du noch nicht einmal, was das ist. Bist doch gerade erst drei Jahre alt.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, weil du vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit brauchst als andere.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, weil du vielleicht einmal mehr eine helfende Hand benötigst als andere.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, weil du anders bist, dich abhebst von der grossen grauen Masse, die es gar nicht geben dürfte.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, sperrt dich aus, grenzt dich aus.
Einer, für den du nur eine Nummer bist, drückt dir den Stempel des Verlierers auf, dabei weißt du noch nicht einmal, was das ist. Bist doch gerade erst drei Jahre alt.
Einer, der nichts davon ahnt, wie dein Lachen verzaubern kann.
Einer, der nicht weiß, wie es sich anfühlt, wenn deine kleinen Arme umarmen.
Jetzt höre ich ihn reden von Chancengleichheit und davon das jeder Mensch etwas besonderses ist, wichtig ist.
Hat er vergessen, was er gerade getan hat, welch eine Lüge.
Hat er vergessen, das er gerade ein Kind, das er nicht einmal kennt für den Rest seiner Tage zum Verlierer gemacht hat.
Hat er vergessen, das dir gerade die Tür zu schlug, dich aussperrt, dich ausgrenzt, einfach so, ohne dich zu kennen, weil du dich nicht Wehren kannst, du bist doch gerade erst drei Jahre alt.
Hat er das schon vergessen ?
So gerade geschehen im Landkreis Freiberg / Sachsen und in unzähligen anderen Städten und Gemeinden in diesem Staat, jede Stunde, jeden Tag hunderte Male, weil Menschen zu Nummern gemacht werden, sie in Programme passen müssen und tun sie es nicht, nun dann fallen sie eben durch das Raster, auch wenn sie erst drei Jahre alt sind.
Sicherer Kindergartenplatz für Ronja---Zusammenfassung---
26.02.08
Heute finde ich endlich die Zeit einmal über die neusten Entwicklungen zu berichten.
Was mich davon abhielt? Nun zum Einem fehlte mir die innere Ruhe zum Schreiben, zum Anderen einfach die Zeit. Berlin war in mancher Hinsicht erschreckend für mich. Ich musste mir erst einmal darüber im Klaren werden, wie es weitergehen soll und ob oder was ich gegen den Leichtsinn von Ronja´s Ärzten hier unternehmen werde oder eben nicht tun werde. Aber zurück zum Anfang und zu einer kurzen Zusammenfassung, da es ja doch ziemlich viel ist, was passiert bzw. bisher von mir zu diesem Thema geschrieben wurde.
Ronja wurde 2004 mit einem Lymphangiom geboren, ab Ende Sept. 2007 sollte sie den Kiga in Eppendorf besuchen, zu ihrer Sicherheit wurde von mir ein integrativer Kindergartenplatz beantragt. Diese besondere Form des Kiga-Platzes dient zur Integration sozial benachteiligter Kinder bzw. zur Integration von sozialer Benachteiligung bedrohter Kinder. Diese recht weit gefasste Umschreibung lässt sehr viel Raum zu, je nach Ermessen oder persönlichen Belangen des bearbeitenden Beamten über ein Für und Wider der Förderung zu entscheiden. Mein Antrag auf einen integrativen Kiga-Platzes wurde abgelehnt mit der Begründung Ronja passe nicht in dieses Programm, gleichzeitig wurde allerdings im Ablehnungsbescheid anerkannt, das Ronja Aufgrund des Lymphangioms mehr Aufsicht und Beobachtung im Kindergarten benötige, ich nehme einmal an um gesundheitliche Risiken für sie auszuschließen -positiv gesehen-, nein wohl eher um den Schein zu wahren und sich vor der Verantwortung zu drücken, mögen doch bitte Andere eine Lösung finden.
Mit der Ablehnung hieß es plötzlich Ronja dürfe den Kindergarten nicht mehr besuchen, da der Leiterin das Risiko zu groß sei, es sei denn Ronja´s Ärztin stelle ein Schreiben aus, indem stehen sollte, das Ronja nicht mehr Aufsicht und Beobachtung benötige, absolut kein Risiko bestehe durch das L. So geschockt ich damals war, so sehr kann ich heute die Entscheidung verstehen, wenn auf eine Erzieherin 18 Kinder von 3 bis 4 Jahren kommen. Das ist schon mit gesundheitlich nicht beeinträchtigten Kindern kaum zu schaffen, aber dann auch noch mit einem Kind wie Ronja, das nicht unbeobachtet auf das L. fallen darf, sich das L. nicht unbeobachtet Stoßen darf, nicht unbeobachtet auf das L. einen Ball/Schlag oder Sonstiges abbekommen darf.
Dieses Schreiben möchte die Ärztin nicht ausstellen, mittlerweile wollen dies beide nicht, die Kinderärztin hier und auch die an der Uniklinik nicht, sie berufen sich aber im Gegenzug auch darauf, das es med. nicht notwendig wäre für Ronja einen integrativen Kiga-Platz zu haben. Nochmal´s ganz deutlich Ronja´s Ärzte möchten weder schriftlich mir gegenüber Aussagen, das Ronja einen integrativen Kiga-Platz benötige noch schriftlich festlegen, das dieser nicht nötig sei um Ronja´s derzeitigen Gesundheitszustand zu erhalten. Ich müsse das Risiko schon alleine tragen, Ronja könne ja Zuhause betreut werden, wenn ich das Risiko nicht eingehen wolle. selbst den Ärztinnen sollte klar sein, das Ronja den Kiga besuchen muss, um sich an ihr anders sein schon frühzeitig zu gewöhnen. Die Kinderärztin erklärte ihre Ablehnung so, wenn sie sich schriftlich festlegen würde das mehr Beobachtung und Aufsicht nicht nötig wäre, dann würde ich sie ja Belangen können, wenn Ronja etwas im Kiga passieren würde, was nicht passiert wäre, wenn es das mehr an Aufsicht und Beobachtung gegeben hätte. ---immer in Bezug auf das Lymphangiom gesehen und dessen Hang sich mal schnell zu verändern, lebensbedrohend zu werden--- Mal ehrlich, an wenn werde ich mich wohl wenden, wenn Ronja im Kiga etwas passiert was bei mehr Aufsicht und Beobachtung nicht passiert wäre, wenn nicht an die behandelnden Ärzte von Ronja, die sie einfach allein lassen und im Übrigen schon lange russisch Roulette mit Ronja´s Gesundheit spielen, dazu später mehr, mit eingeschlossen der med. Gutachter des Landratsamtes.
Im Landesamt Freiberg versuchte ich den Landrat des Kreises Freiberg zu erreichen, der sich allerdings schon im Weihnachtsfeierstress befand, somit für die Belange der Bürger seines Landkreises nicht mehr zur Verfügung stand und noch immer nicht steht, muss sich wohl noch vom Weihnachtsstress erholen ---reine Mutmaßung meinerseits---. Um es kurz zu machen, ich wurde am Telefon von Hand zu Hand gereicht, landete am Ende bei einer Sachbearbeiterin des Jugendamts, die sich meine Sorgen auch anhörte, einen runden Tisch vorschlug. Ärzte, Gutachter, Sozialamt, Kindergarten plus meine Person an einem Tisch um zu klären, wie Ronja´s Besuch im Kindergarten sicher zu gestalten sei. Ihr Anruf im Kindergarten bewirkte zumindest, das Ronja den Kiga weiter besuchen darf, da es einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz gibt. Allerdings darf sie das nur, wenn ich voll und ganz die Verantwortung selbst trage und wenn etwas passiert das bei mehr Aufsicht und Beobachtung nicht passiert wäre, dann den Kiga bzw. die Erzieherin nicht verantwortlich mache, immer auf das Lymphangiom bezogen. Wenn mir das Risiko zu hoch wäre, dann könne ich Ronja ja Zuhause betreuen. diesmal Aussage der Leiterin des Kindergartens, denn ohne eine positive Entscheidung des Landesamtes bezüglich des Integrationsplatzes wäre ihr kein anderer Schlüssel, als 18 Kinder von 3 bis 4 Jahren auf eine Erzieherin, möglich.
Im neuem Jahr durfte ich dann erfahren, das diese Sachbearbeiterin zum Jahreswechsel in den Ruhestand gegangen ist. Immerhin hinterließ sie ihrer Nachfolgerin eine Aktennotiz, der runde Tisch ist vom Tisch, da sie ihre Zuständigkeit nicht sieht, wer denn zuständig sei erfuhr ich allerdings auch nicht, detaillierter Bericht schon im letzten Beitrag von mir zu diesem Thema. Soll ja nur nochmals eine Zusammenfassung sein.
Parallel dazu hatte Ronja zum ersten Mal in ihrem jungen Leben gesundheitliche Probleme, ein Infekt jagte den nächsten, oft lag nicht einmal 1 Woche zwischen den einzelnen Infekten, dafür machte ich die Umstellung auf den Kindergarten verantwortlich, denn so massiv war sie noch nie mit Erregern in Berührung gekommen. Hinzu kam Erbrechen für das es keine Erklärung gab und noch immer gibt, mitunter 3 bis 4 mal am Tag dann wieder 2 -3 Tage ohne Erbrechen. Oft erbrach Ronja erst und dann folgte wieder ein neuer Infekt. Immer war Ronja nach dem Erbrechen so schlapp, das sie innerhalb kürzester Zeit einschlief, sich freiwillig hinlegte, was im gesunden Zustand ganz und gar nicht die Regel ist. Von der Ärztin wurde auch das lapidar auf die Umstellung geschoben und als das nicht mehr ausreichte als Erklärung, hieß es, sie möchte ihren Willen durchsetzen und damit das passiert erbricht sie.
Um es kurz zu machen für mich ebenfalls keine logische Erklärung, Erbrechen auch erreichen. Ehrlich früh um zehn völlig erschöpft und zum umfallen müde ins Bett zu fallen, statt auf dem Spielplatz zu gehen, kann ich mir nur schwer als lohnendes Ziel für eine dreijährige vorstellen. Erst im Dez. 07 fanden endlich div. ergebnislose Untersuchungen statt, Anfang Jan. 08 sollte dann ein MRT folgen, auf Wunsch der Kinderärztin, siehe letzter Bericht. Nach einer weiteren Diskussion über den Kindergarten und ihrer Einstellung zu diesem Thema. wurde mir plötzlich erklärt, das Freiberg das MRT bei Ronja abgelehnt habe, keine Ahnung warum und außerdem wolle ich das MRT ja unbedingt ---war mir neu, nur nebenbei dieser Sinneswandel fand in nur 5 Tagen statt--- also solle ich mich auch um einen Termin an der Uniklinik in Dresden kümmern, habe ich auch versucht, zeitnah ist das allerdings nur auf Anfrage des Arztes möglich. Wie schon im vorherigen Beitrag erwähnt, halte ich das Erbrechen für den Vorläufer einer Erkältung aus diesem Grunde habe ich es auf sich beruhen lassen.
Nicht auf sich beruhen lassen habe ich den Entscheid des Landratsamtes Freiberg bezüglich des integrativen Kiga-Platzes, zwischen den Jahren wurde der Widerspruch fristgerecht eingelegt bis heute erhielt ich keine Antwort.---Vollständigkeit halber---
Ebenfalls nebenher hatte ich mich um einen Termin am St-Elisabeth Krankenhaus, Abteilung Lasertherapie in Berlin bemüht, eine der wenigen Anlaufstellen mit Spezialisten für Lymphangiom in Deutschland. Dieser Termin war am 5.Feb.08 womit ich auch endlich meine Zusammenfassung abschließen kann und zum Aktuellen kommen kann.
Nun am 5. ,stimmt Faschingsdienstag, machte sich Ronja als Prinzessin verkleidet, zusammen mit ihrem Papa und mir auf den Weg. Ronja wollte schon nach zehn Minuten unbedingt wieder nach Hause, somit wurden aus der etwas über zweistündigen Fahrt gefühlte 5 Stunden. Erst die bunte Reklame und Schritttempo am Flughafen wegen der großen Flugzeuge, lies sie endlich weniger Nörgeln und etwas umgänglicher werden. Sehr wichtig für die folgenden Untersuchungen, versteht jeder der schon einmal mit einer kleinen missmutigen Prinzessin zum Arzt musste.
Nach nicht einmal 15 min Wartezeit wurden wir schon in den Behandlungsraum gerufen. Ronja war wie gesagt wieder umgänglicher so das es möglich war sie zum Ultraschall zu überreden, das hieß eine Stunde möglichst still liegen. Und alle starren auf einen Bildschirm auf den nun wirklich kein Trickfilm läuft ganz im Gegenteil, der völlig uninteressant für sie ist. Für alle Anderen war der Bildschirm hingegen hochinteressant. Im Gegensatz zu meinem bisherigem Wissen über die Form und Ausprägung von Ronja´s L besteht es aus 2 gr Zysten ca 3x 3 cm und vielen vielen kleinen, kaum fingernagelgroßen. Auch ist es um einiges größer als zur letzten Messung (Ultraschall) in der Uniklinik Dresden. Warum ich das so genau beschreibe? Zum Ersten, weil ich immer noch fasziniert bin wie auch ein Laie etwas bei dieser Auflösung erkennen konnte, was sonst oft nur mit Hilfe von genauen Erklärungen möglich ist. Und zum Anderen, weil es für eine mögliche oder nicht mögliche Behandlung von großer Wichtigkeit ist. Eine Operation kommt für Ronja´s L überhaupt nicht in Frage, einfach viel zu riskant, zu viele wichtige Blutgefäße und Nerven in unmittelbarer Nähe, selbst wenn das alles gut ginge wäre eine riesige entstellende Narbe die Folge, bei sehr geringen Erfolgsaussichten bzw. dem großen Risiko, das das L einfach an gleicher oder anderer Stelle wieder wächst. Eine Lasertherapie ist nur bei den beiden großen Zysten möglich, wäre Volumen reduzierend und auch hier mit nicht unerheblichen Risiken verbunden, wie einfaches wieder wachsen an dieser oder anderer Stelle, Vorteil die geringe Narbenbildung und natürlich weniger anstrengend für den Patienten. Doch ganz bestimmt nicht jetzt sofort und überstürzt, wie sich die Oberärztin im Laufe des Gespräches ausdrückte, weil es Druck von außen gebe, solche Schnellschüsse würden meistens nach hinten los gehen. Recht hat sie, kann ich da nur sagen. Ein Grund für eine sofortige Reduzierung wäre zum Beispiel das Drücken des L auf den Kiefer bzw. eine Deformierung dessen durch das L, wie die Aussagen des Kiefernorthopäden dazu wäre. Kieferorthopäde ? Da war ich mit Ronja noch nie, es wurde bisher nur immer per Ultraschall die Größe kontrolliert, sowie ob sich Blut in den Zysten sammle oder Lymphflüssigkeit. Ronja sollte in absehbarer Zeit einem vorgestellt werden und dies dann auch regelmäßig wenigstens jährlich, um sicher zu stellen, das das L nicht den Kiefer deformiere, dann wäre eine Reduktion des L´s unbedingt anzuraten. Dies meinte ich, als ich weiter oben davon sprach, das Ronja´s Ärzte bisher russisch Roulette mit ihrer Gesundheit gespielt haben. Kann natürlich auch sein , das ich als nicht Mediziner den Ärzten sagen muss, was alles zu beachten ist bei einem Lymphangiom, welche Kontrolluntersuchungen in welchen Abständen bei welchem Spezialisten durchzuführen sind. Das hieße allerdings auch das in Zukunft in der Schule ein neues Unterrichtsfach von Nöten wäre und zwar Medizin. Wäre vielleicht auch eine Möglichkeit dem Ärztemangel zu begegnen, wir behandeln uns in Zukunft selbst, Ok Spaß beiseite. Das Ganze hat für mich nichts mehr mit Spaß zu tun, eher mit grob fahrlässig. Bisher fehlte mir die Kraft Ronja´s Ärzte zur Rede zu stellen ohne erheblich lauter zu werden als es sonst meine Art ist bzw. vor Ärger nicht einige Worte zu benutzen, die eventuell zu einer Anzeige wegen Beleidigung führen könnten. Mal ganz davon abgesehen, das ich glaube die Antwort schon zu kennen, ein Achselzucken, was soviel heißen soll, wie ist ja noch nichts passiert. Ob der Kiefer schon geschädigt oder deformiert ist, steht noch gar nicht fest. Muss zunächst mal einen Kiefernorthopäden finden, der sich zumindest ansatzweise mit einem L auskennt bzw. bereit ist sich mit der Materie auseinander zu setzen.
Das Thema Ronja und Kindergarten fand nur am Rande, dennoch folgende Aussage mit mehr Beobachtung und Aufsicht stehe dem nichts entgegen. Soweit ist zumindest der med Gutachter des Landesamtes auch schon.
Auch gab es die Aussage, das das Erbrechen nicht im direkten Zusammenhang mit dem L stehen könne, wobei es je nach Druck des L´s nach innen auch zu einem Würgereiz kommen kann. Wobei Ronja´s L eher nach außen drücken dürfte, des geringeren Widerstandes wegen. Ronja hat von Geburt an eine Abneigung gegen Mützenbänder, als Säugling führte das zu fast panischem Schreien und auch heute mag sie es nicht, wenn etwas eng am Hals anliegt, Schals, Schalmützen oder Rollkragenpullover sind ihr ein Kreul. Auch das Schließen der Jacke bis zum Hals gehört dazu, im Winter nicht gerade einfach.
Über das Für und Wider einer Laserbehandlung wird nochmals genauer nachgedacht, wenn Ronja 5 oder Anfang 6 ist, also kurz vor der Schule. Es sei denn das L verändert sich zu Ungunsten und es wird dadurch eine sofortige Behandlung möglich, bloß nicht daran denken, lieber das UNVERÄNDERT, welches die beste Diagnose ist, die Ronja im Moment bekommen kann.
Dieses UNVERÄNDERT, welches für mich der Grund war einen integrativen Kindergartenplatz zu beantragen, nichts ahnend das Ronja mit dem L nicht sozial benachteiligt ist, auch nicht davon bedroht ist und somit nur mehr Beobachtung und Aufsicht bedarf. Wobei keiner auch nur ansatzweise weiß, wie das im Kindergarten durchsetzbar bzw. umsetzbar sein soll, wenn auf eine Erzieherin 18 Kinder kommen. Es kein Programm speziell für Ronja´s Krankheit gibt, was bei der geringen Anzahl und den sehr unterschiedlichen Verläufen auch echt zu viel verlangt wäre. Doch bei diesem starren, so unbeweglichem, kinderfeindlichem System, erst recht wenn diese Kinder nicht der Norm entsprechen und somit nicht in die vorgefertigten Schubladen passen, wohl doch die einzige Möglichkeit für mehr Aufsicht und Beobachtung bleibt. Denn es ist für alle so einfach zu sagen, wenn ihnen das Risiko zu hoch ist, betreuen sie Ronja doch bis zur Einschulung zu Hause und leben sie von Hartz4. Wenn dabei eben nicht doch ein kleines Mädchen von drei Jahren ausgegrenzt würde aus der Gesellschaft, nur weil sie mit einem Lymphangiom geboren wurde, und somit im Umkehrschluss wohl doch ein Fall für einen integrativen Kindergartenplatz ist.
Dieser Staat lässt Eltern mit der Gesundheit, dem Leben ihres Kindes russisches Roulette spielen, ist ja auch so einfach, wenn aus Menschen, aus schwerkranken Kindern Aktennummern werden.
Womit sich der Kreis schließt, wir wieder bei EINER, DER DICH NICHT EINMAL KENNT angekommen sind.
Einer, der dich nicht einmal kennt
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, sperrt dich aus, grenzt dich aus.
Einer, für den du nur eine Nummer bist, drückt dir den Stempel des Verlierers auf, dabei weißt du noch nicht einmal, was das ist. Bist doch gerade erst drei Jahre alt.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, weil du vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit brauchst als andere.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, weil du vielleicht einmal mehr eine helfende Hand benötigst als andere.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, weil du anders bist, dich abhebst von der großen grauen Masse, die es gar nicht geben dürfte.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, sperrt dich aus, grenzt dich aus.
Einer, für den du nur eine Nummer bist, drückt dir den Stempel des Verlierers auf, dabei weißt du noch nicht einmal, was das ist. Bist doch gerade erst drei Jahre alt.
Einer, der nichts davon ahnt, wie dein Lachen verzaubern kann.
Einer, der nicht weiß, wie es sich an fühlt, wenn deine kleinen Arme umarmen.
Jetzt höre ich ihn reden von Chancengleichheit und davon das jeder Mensch etwas besonderes ist, wichtig ist.
Hat er vergessen, was er gerade getan hat, welch eine Lüge.
Hat er vergessen, das er gerade ein Kind, das er nicht einmal kennt für den Rest seiner Tage zum Verlierer gemacht hat.
Hat er vergessen, das dir gerade die Tür zu schlug, dich aussperrt, dich aus grenzt, einfach so, ohne dich zu kennen, weil du dich nicht Wehren kannst, du bist doch gerade erst drei Jahre alt.
Hat er das schon vergessen?
AUGUST 2008
Ende Juli 2008 erhielt ich endlich eine Antwort auf meinen Widerspruch, Ronja muss nochmals zum Schul-Amtsarzt, noch eine weitere Beurteilung, ein Termin hierfür steht noch nicht fest.
SEPTEMBER 2008
Vor einigen Tagen waren wir nun zu einer erneuten Beurteilung. Merkwürdigerweise beim gleichen Gutachter wie bei unserem ersten Besuch im Amt. Nun es war ein "ungültiger Versuch" man wollte uns nur sehen, um uns mitzuteilen, das wir nicht vergessen wurden. Aber im Zuge der Kreisreform ein neuer Amtsleiter gewählt werden müsse. Sobald dies geschehen sei, werden wir nochmals eingeladen zur endgültigen Beurteilung. Scheint, als gebe es kein Papier mehr im Landratsamt zuFreiberg.
Heute flatterte nun der Ablehnungsbescheid des Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid des Antrages auf einen integrativen Kindergartenplatz für ein Kind namens Ronja, welches im September 2004 mit einem Lymphangiom geboren wurde, ins Haus.
Dieser Bescheid ist in sich selbst ein einziger Widerspruch.
Einmal ganz davon abgesehen, das es rechtlich mehr als fraglich ist oder vielleicht gar nicht einmal zulässig ist, das ein und derselbe Gutachter, der schon einmal ablehnte, nochmals als Gutachter im gleichen Fall fungiert.
Einmal benötigt Ronja mehr Aufsicht und Beobachtung, dann wieder nicht.
Einmal ist das Lymphangiom eine Krankheit, dann wieder nur ein Schönheitsfehler, wo stammt bloß dieses Wissen her aus einem med. Fachbuch des vorletzten Jahrhunderts oder will man damit nur das eigene gewissen ruhig stellen.
Einmal ist der integrative Kindergartenplatz für sozial benachteiligter Kinder vorgesehen und dann wieder nur zur Integration behinderter Kinder gedacht und so weiter und so fort.
Ob ich Klage einreichen werde?
Was würde dies bringen in einem System in dem Kinder unerwünscht sind, in einem System in dem Kinder keine Lobby haben, erst recht nicht, wenn sie krank oder behindert sind.
Da wundert es mich auch nicht mehr, wenn man beim Einkauf mit Ronja (damals war sie gerade ein halbes Jahr alt), gefragt wird, warum man so "etwas" nicht abgetrieben habe. Um ehrlich zu sein auf diese Frage habe ich im Ablehnungsbescheid des Widerspruchs gegen den Ablehnungsbescheid des Antrages auf einen integrativen Kindergartenplatz für ein Kind namens Ronja, welches im September 2004 mit einem Lymphangiom geboren wurde noch gewartet, immerhin belastet sie heute das System, die Gesellschaft. Wer jetzt schreit diese Aussage beim Einkauf und dieser Ablehnungsbescheid des... haben nicht sonderlich viel gemeinsam, der denke bitte nochmals genau nach.
Eines beschäftigt mich dennoch, wie schaffen es alle Beteiligten angefangen vom Landrat des Kreises Freiberg (heute Mittelsachsen) über die beteiligten Ärzte bis hin zur kleinen ausführenden Sachbearbeiterin sich morgens im Spiegel in die Augen zu sehen, wo sie doch gerade einem Kind die Tür fürs Leben vor der Nase zu schlugen.
Ach ja, wo wir gerade bei sehr viel Bürgernähe sind, noch ein Wort zum Landrat des neuen Landkreises Mittelsachsen. Dieser wollte sich, man erinnere sich bitte, sofort Anfang des Jahres 2008 bei mir melden bis heute ist dies nicht geschehen oder ist ein Ablehnungsbescheid doch einfacher, wenn man einer ist, der Ronja nicht einmal kennt. Nun vielleicht stößt er ja einmal bei seiner Suche im Internet auf diese Seite. Und findet dann den Mut sich zu so unheimlich viel "Bürgernähe" gegenüber einem Kind von 4 Jahren zu äußern.
Einer, der dich nicht einmal kennt
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, sperrt dich aus, grenzt dich aus.
Einer, für den du nur eine Nummer bist, drückt dir den Stempel des Verlierers auf, dabei weißt du noch nicht einmal, was das ist. Bist doch gerade erst drei Jahre alt.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, weil du vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit brauchst als andere.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, weil du vielleicht einmal mehr eine helfende Hand benötigst als andere.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, weil du anders bist, dich abhebst von der großen grauen Masse, die es gar nicht geben dürfte.
Einer, der dich nicht einmal kennt, schlägt dir die Türe zu, sperrt dich aus, grenzt dich aus.
Einer, für den du nur eine Nummer bist, drückt dir den Stempel des Verlierers auf, dabei weißt du noch nicht einmal, was das ist. Bist doch gerade erst drei Jahre alt.
Einer, der nichts davon ahnt, wie dein Lachen verzaubern kann.
Einer, der nicht weiß, wie es sich an fühlt, wenn deine kleinen Arme umarmen.
Jetzt höre ich ihn reden von Chancengleichheit und davon das jeder Mensch etwas besonderes ist, wichtig ist.
Hat er vergessen, was er gerade getan hat, welch eine Lüge.
Hat er vergessen, das er gerade ein Kind, das er nicht einmal kennt für den Rest seiner Tage zum Verlierer gemacht hat.
Hat er vergessen, das dir gerade die Tür zu schlug, dich aussperrt, dich aus grenzt, einfach so, ohne dich zu kennen, weil du dich nicht Wehren kannst, du bist doch gerade erst drei Jahre alt.
Wie es weiter geht mit Ronja, sie soll und wird weiterhin den Kindergarten besuchen, auf meine Verantwortung, denn kein anderer möchte ja die Verantwortung dafür übernehmen, merkwürdig, wo es doch nur ein Schönheitsmakel sein soll, das Lymphangiom.
Allerdings an erster Stelle steht erst einmal das Ronja´s Immunsystem gestärkt werden muss, denn sie nimmt jede Erkältung mit die sie im vorbeigehen erwischen kann. so lustig wie das gerade geschrieben wurde, ist das nicht. Seit August gab es keinen Tag an dem Ronja nicht hustete und eine Triefnase hatte. Ok, wer jetzt Kinder hat, die einen Kindergarten besuchen, wird sagen, das sei bei Kindergartenkindern normal, finde ich nicht unbedingt. Im Moment bekommt sie ein immun stärkendes homöopathisches Medikament und muss täglich mehrmals Inhalieren.
Für ihre Freizeit hat Ronja unter anderem die Fotografie als Hobby entdeckt, die schönsten Schnappschüsse stelle ich regelmäßig zum Verschicken als Grußkarte hier auf der Homepage ein.
Auch hier finden Sie nur ein Zusammenfassung, glauben Sie mir über jedes sinnlose Telefonat, über jedes persönliche Gespräch, welches doch ohne Erfolg geführt wurde möchten Sie gar nicht unterrichtet werden.